Wutanfall aus Leipzig wurde im Sommer 1981 als eine der ersten Punk-Bands der DDR gegründet. Gründungsmitglieder sind Chaos (Jürgen Gutjahr), Zappa (Frank Zappe), Rotz (Uwe Plociennik) und Typhus (Andreas Schmitz).
Fast alle Auftritte, auf denen Titel wie Leipzig in Trümmern, Stürzt den Papst oder Jetzt erst Recht gespielt wurden, fanden unter dem Schutz der evangelischen Kirche statt. Im Spätsommer 1983 ersetzten Bernd S., sowie ein weiteres mal der Gitarrist Imad, Mitglieder bei Wutanfall. Im Frühjahr 1984 löste sich die Band auf. Anfang 1985 formierte sich L’Attentat, die Nachfolgeband von Wutanfall und H.A.U., welche in den Anfangszeiten auch Songs der beiden Bands spielte.
Die Band befand sich, wie die meisten Punks in der DDR, im Visier der Stasi. Imad Abdul-Majid informierte die Stasi über einzelne Personen und Abläufe, um daraus persönliche Vorteile für eine Ausreise ziehen zu können.
Mitte der achtziger Jahre wurde eine Musikkassette in die BRD geschmuggelt und 1987 auf dem X-Mist-Label unter dem Titel Made in GDR als Schallplatte veröffentlicht. Damit gehörte L’Attentat neben Schleim-Keim zu den wenigen Punkbands in der DDR, denen das gelang. In den folgenden Jahren wurde die Besetzung, auf Grund von Inhaftierung und Ausreise einiger Bandmitglieder, mehrfach gewechselt. Nach der Wende kam es 1989 zur Trennung. Einige Mitglieder der nachfolgenden Besetzungen finden sich später in der Punkrock-Band Der Schwarze Kanal wieder.
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